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Australien 2011 - Von Alice Springs über Perth nach Darwin
Australien 2001 - Navigation
Donnerstag, 02. Juni 2011
Cooinda - Jim Jim Billabong - Cooinda

Fahrstrecke: 138 km, davon 28 km Gravelroad
Wetter: 12/30 °C, wolkenlos, früh windstill, später schwach windig

Wir dürfen auf keinen Fall verschlafen, denn die Busse zur Yellow Water Cruise fahren um 6 Uhr 25 ab. Frühstücken brauchen wir nicht. Das gibt es anschließend in der Gaststätte. Eine Katzenwäsche reicht. Es ist noch eisig kalt. Im Auto sind es 14 Grad, draußen nur zwölf. Unser Boot ist nur halb besetzt. Es wollen eben nicht alle so zeitig aufstehen. Dabei soll die Morgentour die schönste sein, nicht nur wegen des anschließenden Frühstücks, sondern vor allem wegen des Sonnenaufgangs und den Lichtverhältnissen. Da wir noch keine spätere Tour mitgemacht haben, wissen wir es nicht besser. Pünktlich 6 Uhr 45 fahren wir dann ab. Dave ist unser Guide. Nach einer kurzen Begrüßung, steuert er das flache Boot, auf dem maximal 60 Leute Platz haben, über die spiegelglatte Wasserfläche. In wenigen Minuten wird die Sonne über dem Busch aufgehen. Der rötliche Schein ist schon eine Weile zu sehen. Dave spricht natürlich ein ausgeprägtes australisches Englisch, von dem wir nur Bruchstücke verstehen. Vor zwei Wochen war der Wasserspiegel hier noch zwei Meter höher. Alle umliegenden Wiesen standen tief unter Wasser. Seit ein paar Tagen ist es erst wieder möglich, die Bootstouren durchzuführen. Auch heute sind die riesigen, mit Büffelgras bewachsenen Flächen, noch ein einziges Sumpfgebiet. Vor zwei Wochen war nicht eine einzige Ente zu sehen. Heute ist die Luft erfüllt vom Piepen tausender Enten, die hier angekommen sind, als das Wasser innerhalb von wenigen Tagen soweit abgeflossen ist, dass sie an den Uferrändern landen konnten. Auch Brolgas, Jabirus (Störche) und sogar einen Blue-Kingfisher bekommen wir zu sehen. Aber noch lange sind nicht alle Vögel da, die man später sonst in diesem Gebiet sieht. Wir vermissen die Seeadler und die Kormorane. Sie kommen erst später wieder, wenn es wärmer wird. Die Hauptattraktion sind natürlich die Krokodile. Mit dem hohen Wasserspiegel sind viele Salzwasserkrokodile aus dem Meer in die Flüsse gewandert. Man schätzt, dass es hier jetzt etwa 25 Krokodile je Quadratkilometer gibt, die natürlich im Ufergestrüpp ideale Verstecke finden. In dem Gewirr der verschiedenen Flussarme des East Alligator River, der hier das Yellow Water Gebiet bildet, entdecken wir zumindest fünf Stück davon. Dave hat ein Auge dafür. Schließlich macht er diese Tour mehrmals täglich.

Durch die morgendlichen Lichtverhältnisse und die glatte Wasseroberfläche ergeben sich herrliche Spiegelungen von Bäumen, Büschen, Mangroven und Seerosen. Und natürlich führt Dave auch vor, wie das Wasser von den Lotosblättern abperlt. Leider kommen durch die ständigen Erklärungen von Dave und die Unterhaltungen der anderen Teilnehmer die Naturgeräusche auf dem Video etwas zu kurz weg.

Zwei Stunden später sind wir zurück und werden wieder mit dem Bus bis vor die Gaststätte gefahren, wo wir uns am Frühstücksbuffet bedienen können.

Später fahren wir zum Jim Jim Billabong. Zuerst zum Fluss und dann zum Campground am Billabong. Überall stehen Schilder mit Krokodilwarnungen. Soweit wir das Flussufer aber absuchen, natürlich in gebührlichem Abstand, wir entdecken keine. Ist vielleicht auch gut so. Schließlich vertreiben uns keine Krokodile, sondern unzählige Mücken.

Solange wir später noch draußen sitzen, kommen immer mal wieder Ascheflocken der Buschfeuer vom Himmel, die wir heute gesehen haben. Die grauen Wolken ziehen hoch über uns hinweg. Zum Abendessen flüchten wir vor den Mücken in den Camper.



Sunrise am Yellow Water
Sunrise am Yellow Water


Saltie im Yellow Water
Saltie im Yellow Water


Saltie im Yellow Water
Saltie im Yellow Water


Jabiru am Yellow Water
Jabiru am Yellow Water


Seerosen im Yellow Water
Seerosen im Yellow Water


Brolga am Yellow Water
Brolga am Yellow Water


Freshie im Yellow Water
Freshie im Yellow Water


Yellow Water
Yellow Water


Samstag, 04. Juni 2011
Jabiru - Ubirr - Cooinda
Fahrstrecke: 146 Kilometer
Wetter: 16/30 °C, wolkenlos, windstill, Nachmittag schwach windig

Am gestrigen Freitag sind wir nach Jabiru gefahren. Größere Unternehmungen stehen jetzt kaum noch an. Das Wichtigste im Kakadu Nationalpark haben wir schon gesehen und einiges ist wegen der Überflutungen nicht machbar oder nicht zugängig.

Wir entschließen uns noch mal zum Ubirr zu fahren, obwohl wir 2009 auch dort schon waren. Damals war es unerträglich heiß. Heute dürfte es angenehmer werden. Zu beiden Seiten der Straße gibt es große Floodplains mit Wasservögeln, u.a. den weißen Jabirus und den grauen Brolgas. Und immer wieder abgebrannte Flächen mit frischem Gras.

Vom Lookout überblickt man die riesigen Floodplains und das grüne Land. 2009 war alles trocken und staubig. Jetzt leuchtet alles in frischem Grün.



Am Ubirr
Am Ubirr


Lookout am Ubirr
Lookout am Ubirr


Felsformation am Ubirr
Felsformation am Ubirr


Angler am East Alligator River
Angler am East Alligator River


Zur Übernachtung fahren wir wieder nach Cooinda.


Sonntag, 05. Juni 2011
Cooinda – Gunlom Falls – Pine Creek – Hayes Creek 
Fahrstrecke: 296 Kilometer
Wetter: 12/30 °C, wolkenlos, schwach windig

Feuchter Rasen empfängt uns als wir 7 Uhr 30 den Fuß aus dem Camper setzen und kühler ist es auch wieder als gestern in Jabiru. Noch ist es windstill und ein paar Schleierwolken zeigen sich am Himmel. Die werden aber bald verschwunden sein.

Eine Stunde später verlassen wir Cooinda. Dann nehmen wir den Abzweig nach Gunlom Falls. Auf der Gravelroad kommen uns ständig Autos entgegen und wir fahren viel in langen Staubwolken. Der Gunlom Walk führt ziemlich steil nach oben zu den schönen Pools vor der Kante des Wasserfalles. Im Schatten der Bäume ruhen wir uns von der Anstrengung aus ehe wir langsam wieder hinuntersteigen.



Gunlom Falls
Gunlom Falls


In Hayes Creek am Stuart Highway übernachten wir ohne Strom für 18 Dollar.

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