Australien 2011 Headline
Pinnacles Flagge Australien Yellow Water

A u G . l e

Australien 2011 - Von Alice Springs über Perth nach Darwin
Australien 2001 - Navigation
Mittwoch, 13. April 2011
Kalbarri
Fahrstrecke: 99 km
Wetter: 22/26 °C, wechselnd bewölkt, mäßiger Wind, am Spätnachmittag böig

Elf Kilometer hinter Kalbarri zweigt eine sandige Piste in den Nationalpark ab. Wir fahren zum Lookout The Loop, das ist der Blick auf die Schleife, die der Murchison River hier macht. Am Nature Window, einem fast rechteckigen Loch im Felsen, herrscht ziemlicher Rummel. Wir müssen wir etwas Geduld aufbringen, bis sich die Massen verzogen haben.

Beim Z-Bend fließt der Murchison River in Form eines „Z“ durch die tiefe Schlucht. Wenn der Wasserspiegel im Fluss nach starken Regenfällen auf sieben Meter ansteigt, reiß er viel Schlamm mit sich und ein brauner Strom ergießt sich dann bei Kalbarri in den Indischen Ozean.


The Loop
The Loop


Nature Window
Nature Window


Z-Bend
Z-Bend

Jetzt müssen wir nur noch die Stelle an der Küste suchen, wo die beiden Holländer 1629 ausgesetzt wurden. An der Flussmündung des Wittecarra Creek informiert eine Tafel über das Unglück des holländischen Handelsschiffes Batavia an den Aprolhos Inseln vor Geraldton und was sich danach abgespielt hat.
Hier die Kurzfassung der Geschichte:
Eigentlich sollte die Batavia nach Indien fahren. Damals nutzte man die gleichmäßigen Westwinde entlang des 40. Breitengrades, um auf schnellstem Wege dorthin zu kommen. Leider geriet das Schiff zu weit nach Westen und stieß mit dem damals noch unbekannten Australien zusammen, oder vielmehr mit den Sandbänken vor dem heutigen Geraldton, den Aprolos Islands. Die Navigation war damals noch ziemlich schwierig. Von den 360 Menschen an Bord konnten sich nur etwa 200 retten. Kapitän Pelsaert, der mit einem Beiboot und einer kleinen Mannschaft nach Batavia (heute Jakarta in Indonesien) rudern wollte, übertrug das Kommando über die Geretteten an einen Mann, der offensichtlich ein religiöser Fanatiker war. Nach der Abreise des Kapitäns brachten er und ein paar seiner Spießgesellen über 100 der Überlebenden um. Einige konnten sich auf eine andere Sandbank retten. Die anderen wurden versklavt. Nach fünf Monaten kam Pelsaert mit einem neuen Schiff zurück. Die schlimmsten Übeltäter wurden gleich vor Ort gehängt, andere in Ketten zurück nach Batavia gebracht. Wegen ihrer Jugend ließ Pelsaert zwei holländische Matrosen ungeschoren, setzte sie aber mit Proviant und lebensnotwendiger Ausrüstung hier an der Mündung des Wittecarra Creek aus. Sie gelten heute als die ersten europäischen Siedler in Australien. Was aus ihnen wurde, hat nie jemand erfahren. Jahre Später fand man an der betreffenden Stelle leere Weinflaschen, die von ihnen stammen konnten. Eine Steinpyramide mit einer Tafel erinnert an die Beiden.


Gedenktafel
Gedenktafel für die "Ersten weißen Siedler"


Mündung des Wittecarra Creek
Mündung des Wittecarra Creek

Australien 2011-1 - Werbung 2
Counter