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Australien 2011-2 Navigation
Dienstag, 15. November 2011
Von Port Augusta über Quorn und Hawker nach Wilpena

Fahrstrecke: 170 km
Wetter: 18/36 °C, Schleierbewölkung. leichter Wind

Der Morgen ist noch etwas frisch, nur 18 Grad. Dafür ist es aber windstill.

Bei Stirling North biegen wir ab Richtung Quorn, Hawker und Wilpena Pound. Auf nur mit niedrigen Büschen bewachsenen Hügeln weiden ab und zu mal ein paar Schafe.

Hinter Hawker wird die gezackte Wand des Wilpena Pound sichtbar.

Langsam zieht sich der Himmel zu. Die Sonne ist verschwunden und es ist unheimlich warm.

Etwa 20 Kilometer vor Wilpena Pound endlich dichter Wald mit Eukalyptusbäumen und australischen Zypressen.

Die "powered site" in Wilpena kostet 32 $ + 7 $ Parkeintritt und 20 $ Pfand für en Powerschlüssel.


Caravanpark Wilpena
Caravanpark Wilpena

Der Campingplatz ist ein Tierparadies. In ein paar Meter Entfernung von unserem Stellplatz läuft in aller Seelenruhe ein Emu mit zwei kleinen Jungen durch den Wald. Eine Schar braune Vögel, die wir als eine Art Stare identifizieren und die  etwas größer als unsere Stare sind, springen um uns herum und schwatzen und kreischen die ganze Zeit. Sie kriechen unter dem Tisch oder unter den Stühlen hindurch und lassen sich nicht von uns stören. Zwei Meter vor uns sammeln sie sich auf einer Stange um dann alle zusammen wegzufliegen.


Emus in Wilpena


Vögel auf der Stange


Vögel auf der Stange


Gegen acht hoppeln ein paar Kängurus dicht bei uns vorbei in den Wald hinein. Es ist vollkommen windstill und ruhig auf dem Platz. Und stockdunkel. In nächster Nähe gibt es keine Beleuchtung. Der Platz ist ziemlich naturbelassen im Wald angelegt. Für die 200 Meter bis zu den Waschräumen braucht man eine Taschenlampe, um nicht über eine Wurzel zu stolpern. Die Vögel haben sich beruhigt. Sie schlafen. Nur ein paar Grillen zirpen noch. In den Zelten und Campervans nebenan ist auch Ruhe eingekehrt. Das lauteste Geräusch ist fast noch das Klappern meiner Tastatur. Als plötzlich Wind aufkommt, fängt es in den riesigen Bäumen an zu rauschen. Ungefähr zehn kleine Regentropfen fallen auf unsere Markise. Dann ist der Wind wieder vorbei und es ist ruhig wie vorher. Um 22 Uhr haben wir immer noch 29 Grad.


Kängurus in Wilpena


Kängurus in Wilpena

In der Nacht hat es dann doch leicht vor sich hingeregnet. Als es langsam hell wurde, hörte der Regen auf. Jetzt um acht haben wir knapp 20 Grad, also gegenüber gestern Nachmittag ein Temperatursturz um 16 Grad.

Wir wandern heute am Mittwoch noch einmal den Bushwalk, den wir vor zwei Jahren schon gelaufen sind, zum Wangarra Lookout. Durch urwüchsigen Wald führt der Weg zunächst bis Hills Homestead. Ein Känguru etwas 20 Meter weg  von uns im Wald, lässt sich nicht stören. Zwitschernde und pfeifende Vögel begleiten uns auf unserem Weg. An einem Teich sitzt ein Reiher (White-faced Heron) und hält nach Futter Ausschau und Emus kreuzen immer wieder mal den Weg.


Urwüchsiger Wald am Wilpena Pound
Urwüchsiger Wald am Wilpena Pound


White-faced Heron
White-faced Heron


Gecko
Gecko

Die letzten 500 Meter ab Hills Homestead geht es dann bergauf über einen felsigen Pfad bis zum Wangarra Lookout.


Blick vom Wangarra Lookout in die Wilpena Pound
Blick vom Wangarra Lookout in die Wilpena Pound

Viertel nach zwölf sind wir wieder unten und gehen am trockenen Flussbett entlang zum Resort zurück. Große Flusseukalypten stehen am Rande oder direkt im Flussbett und zehren so von dem unterirdischen Wasserreservoir, dass sich unter solchen Flussläufen befindet. An den Berghängen stehen hier überwiegend die australischen Zypressen, die besser mit trockenem Boden zurechtkommen.

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