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Australien 2011 - Von Sydney nach Perth
Australien 2011-2 Navigation
Samstag, 1. Oktober 2011
Sydney
Wetter: 14/19 °C, wechselnd bis bewölkt, leichter Wind

Am Cirqular Quay studieren wir die Fährpreise und entscheiden uns spontan für die Personenfähre "Rivercat" nach Parramatta, eine der ältesten Siedlungen im Raum Sydney. Die einfache Fahrt kostet pro Person 6,60 Dollar und dauert etwa eine Stunde.

In schneller Fahrt gleitet die flache Fähre auf dem Parramatta River Richtung Osten. Bei dieser Tour lernt man zu begreifen, warum Sydney als die lebenswerteste Stadt der Welt angesehen wird. Schöne Wohnviertel mit großen Villen reihen sich am Flussufer aneinander. Überall in den Jachthäfen oder direkt vor den Grundstücken liegen die Segelboote der begüterten Sydneysider. Auf den zahlreiche Fuß- und Radwege am Flussufer sind Jogger und Radwanderer unterwegs.


Villen am Ufer des Parramatta River
Villen am Ufer des Parramatta River

Die Expressfähre fährt durch bis Rydelmere und legt dort 35 Minuten später an. Von hier aus sind es bis Parramatta noch 20 Minuten. Der Fluss ist hier schon etwas schmaler. Deshalb fährt die Fähre jetzt langsamer. Hier kann man auch erahnen, wie es vor 200 Jahren am Fluss mal aussah. Dort wo die Uferzonen nicht bebaut sind, dominieren noch Mangrovenwälder. Gegen halb zwei legen wir in Parramatta an. Ein Wehr beendet den schiffbaren Teil des Flusses. Hier trifft das Süßwasser auf das Salzwasser, das durch die Gezeiten des Pacific bis hierher vordringt.  Den Uferweg entlang gehen wir Richtung Stadtzentrum bis zur Lennox Bridge, neben der sich die Information befindet. Dort erfahren wir einiges über die Geschichte dieses Vorortes von Sydney.


Uferweg in Parramatta
Uferweg in Parramatta


Hauptstraße in Parramatta
Hauptstraße in Parramatta


St. John's Cathedral (1855) Parramatta
St. John's Cathedral (1855) Parramatta

Nach einem Rundgang durch Parramatta müssen wir wieder zurück zur Fähre. Die kann aber bei Ebbe nicht in Paramatta anlegen und wir müssen mit dem kostenlosen Shuttle Bus bis Rydelmere fahren, wo die Fähre schon bereit liegt. In rasanter Fahrt gleitet die Fähre wieder über den Fluss zurück, hält diesmal aber an allen Stationen, an denen jemand aus- oder einsteigen will. Jetzt ist es auch kühler, als bei der Hinfahrt, weil uns die Sonne völlig verlassen hat. Vereinzelt fallen auch Regentropfen. Deshalb haben wir uns auch nach Innen verzogen. Die Skyline mit den Wolkenkratzern im Blick, legen wir gegen 17 Uhr wieder am Circular Quay an.


Skyline von Sydney
Skyline von Sydney

Der Hero of Waterloo im Stadtviertel The Rocks ist Sydneys zweitältester Pub und wurde 1843 gebaut. Auf einem kleinen Podest in der hintersten Ecke spielt gerade noch eine Damen-Jazz-Kapelle aus 4 Frauen mit Klavier, Saxophon, Trompete, Kontrabass die letzten Takte. Dann packen sie ihre Instrumente ein und nach einem Bier gehen sie nach Hause. Wir haben inzwischen an der Bar auf den einfachen Hockern Platz genommen und bestellen uns zwei Carlton Draught. Gezapft wird aus den alten Zapfhähnen, indem der Hebel herunter gedrückt wird. Ich hoffe doch, dass es wirklich verschiedene Biere sind und darunter nicht nur ein einzelnes Fass steht. Da aber auch Guinnes angeboten wird, wäre das schlecht möglich.


Hero of Waterloo


Bar im Hero of Waterloo
Bar im Hero of Waterloo


Zapfanlage im Hero of Waterloo
Zapfanlage im Hero of Waterloo

Gegen 19 Uhr machen wir uns, die George Street entlang auf den Weg zum Hotel. Nochmal kurz Richtung Hafen. Die herrlich beleuchtete Oper, die Hafenanlagen, die Skyline mit den Hotels und anderen Hochhäusern sind schon eine tolle Erscheinung.

Die negative Erscheinung Sydneys sind die Obdachlosen, die fast an jeder Straßenkreuzung oder auch schon mal an einer Häuserwand sitzen und um milde Gaben betteln.

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